Lohr sorgt für Nachwuchs im Wald

FWM 2019

Forstwirtschaftsmeister-Kurs startet mit 20 Teilnehmern aus dem süddeutschen Raum

Lohr a.Main, 07. Januar:

An der Bayerischen Technikerschule für Wald-wirtschaft in Lohr hat Anfang der Woche ein Vorbereitungslehrgang mit 20 Teilnehmern für die Weiterqualifikation zum Forst-wirtschaftsmeister begonnen. Die Prüfung findet im Sommer und Herbst 2019 statt.

Die Lehrgangsteilnehmer stammen aus zwei Bundesländern. Bayern stellt mit acht-zehn Teilnehmern die mit Abstand stärkste „Fraktion“, zwei Teilnehmer kommen aus Baden-Württemberg. Die kürzeste Anfahrt haben Manuel Lind aus Rieneck sowie Marius Mohr aus Michelrieth bei Marktheidenfeld. Die in der Nähe des Chiemsees beheimateten Josef Bauer und Andreas Rieder sowie der aus Traunstein kommende Francis Schmidt müssen dagegen für die Fahrt nach Lohr deutlich über 400 km zurück-legen.

Der insgesamt 21 Wochen umfassende Lehrgang wird bis August 2019 an der Bay-erischen Technikerschule für Waldwirtschaft in Lohr a. Main (14 Wochen), der Bay-erischen Waldbauernschule in Kelheim (fünf Wochen) sowie dem Forstlichen Bild-ungszentrum der Bayerischen Staatsforsten in der Laubau (zwei Wochen) durch-geführt. In mehreren Lehrgangsblöcken werden die Teilnehmer auf ihre späteren Aufgaben und auf die Prüfung vorbereitet. Neben forstfachlichen Themen wie z.B. Waldbewirtschaftung, Walderschließung, Naturschutz und Jagd beinhaltet der Lehrplan auch Themen wie Arbeitssicherheit, Rechnungswesen, Informationstechnologie und Rechtskunde. Die Berufsausbildung und Mitarbeiterführung nimmt einen hohen Stellenwert ein, da die künftigen Meister nicht nur Vorarbeiter, sondern Führungs-kräfte sind.

Die Prüfung setzt sich aus den drei Teilen Produktion und Dienstleistung, Betriebs- und Unternehmensführung sowie Berufsausbildung und Mitarbeiterführung zusammen. In jedem Prüfungsteil muss eine schriftliche Aufgabe und das „Meisterstück“ in Form eines Arbeitsprojektes absolviert werden, was den großen Praxisbezug dieser Weiter-bildung verdeutlicht. Der angestrebte Meisterbrief ermöglicht den jungen Männern mittlerweile sogar den Zugang zu einem Hochschulstudium.

Zum Vorbereitungskurs werden Forstwirte zugelassen, welche nach bestandener Forstwirtprüfung mindestens zwei Jahre Berufserfahrung gesammelt haben.

Die Teilnehmer des Lehrgangs: Josef Bauer (Staudach-Egerndach), Frank Binder (Ebrach), Michael Böhm (Denkendorf), Simon Erfle (Reichenbach), Florian Hahn (Allersberg), Peter Jansen (Bühler), Dominik Jobst (Hemau), Louis Lang (Konnersreuth), Manuel Lind (Rieneck), Marius Mohr (Michelrieth), Karl Neiswirt (Vilseck-Ebersbach), Silas Oppermann (Bessenbach), Andreas Rieder (Samerberg), Florian Schlosser (Augsburg), Francis Schmidt (Traunstein), Peter Schüssler (Hausen), Daniel Spielbauer (Kirchberg im Wald), Martin Vogl (Lohberg), Maximilian Wastlhuber (Wackersberg), Thomas Wießler (Wittnau).