Personalkarussell an der Forstschule Lohr dreht sich

Langjährige Mitarbeiter in den Ruhestand verabschiedet

Langjährige Mitarbeiter in den Ruhestand verabschiedet

Lohr a.Main, im November 2018:

Mit Günther Ducheck und Bernhard Lobinger sind Ende Oktober zwei geschätzte und ver-diente Mitarbeiter der Forstlichen Bildungsstätte in den Ruhestand gegangen, die einiges verbindet: Beide gebürtige Oberpfälzer, beide der Liebe wegen in Unterfranken geblieben, beide bekennende Fußballfans und seit ihrer Lohrer Ausbildungszeit Mitte der siebziger Jahre langjährige Weggefährten.

Günther Ducheck, gebürtiger Tirschenreuther, absolvierte in den Jahren 1973 bis 1975 seine Ausbildung im mittleren Forstverwaltungsdienst. Nach Wehrdienst und kurzen Zwischenstationen an den ehemaligen Forst-ämtern Rehau und Gräfendorf kam er am 01. März 1980 als Leiter der „Kanzlei“ (Büroleiter) an die Forstschule, wo er über 38 Jahre(!) wirkte. Ein wahres „Urgestein“ dieser Institution und immer absolut verlässlich, loyal, ehrlich und hochgradig engagiert, einfach eine „Bank“, so Schulleiter Robert Staufer in seiner Laudatio. In dieser enorm langen Zeit hat er viel Wandel bzw. Weiter-entwicklung erlebt (z.B. die Einführung der EDV, vom Forstwart zum Forsttechniker, die Neuausrichtung der Forstschule nach der großen Forstreform 2005 etc.) und war gleichzeitig die Konstante. Ein Nachtragen oder Nachkarteln gab es für ihn nicht. Die Realität ist eben so, war stets sein Motto. Bei vielen Fragen nach dem „Wer“, „Wann“ oder „Wo“ war er der Ansprechpartner schlechthin.

Der aus Nabburg stammende Bernhard Lobinger leistete von 1973 bis 1976 seinen Vorbereitungsdienst zum gehobenen Ver-waltungsdienst außer in den Forstämtern Pfreimd und Neunburg insbesondere am Maschinenbetrieb in Rechtenbach und natürlich der Forstschule in Lohr ab. Nach der Prüfung führte ihn seine unterfränkische Laufbahn zunächst über die Forstämter Lohr und Partenstein mit Abordnungen nach Gemünden und Heigenbrücken 1979 an die damalige Oberforstdirektion in Würz-burg. Über viele Jahre im Ausbildungsbereich tätig, wurde er zu einem Gesicht des Personalreferates. Mit der Forstreform kam er am 01. Juli 2005 an die Forstschule, wo er die neu angesiedelte Ausbildungsleitstelle übernahm und aufbaute. Seine offene, auf-geschlossene, konstruktiv-kritische Art und sein Ideenreichtum ließen ihn in Verbindung mit einem Höchstmaß an Zuverlässigkeit und Eigenständigkeit zu einem bayernweit geschätzten Mitarbeiter werden.

Wie manch anderer Forstmann lernten auch Ducheck und Lobinger während der Ausbildung in Lohr ihre späteren Ehefrauen kennen, was ihren Verbleib in Unterfranken maßgeblich beeinflusste. Mehr als 13 Jahre wirkten die beiden nunmehr zusammen an der Forstschule, wo sie nicht zuletzt auch gemeinsame Vorlieben für die Berge, das (Extrem-) Wandern und das Feiern ver-band. Für die leidenschaftlichen Fußballanhänger, Günther Ducheck als FC Bayern München-Fan und Bernhard Lobinger als 1. FC Nürnberg-Fan, ergab sich allwöchentlich Gesprächsstoff und Raum für spöttisch-ironische, neidische oder bemitleidende Kommentare, ein stets spannendes und nie langweilig werdendes Ritual. Bei der Verabschiedung wünschte Staufer den beiden „oberpfälzer Unterfranken“ viel Freude bei stabiler Gesundheit im Ruhestand und überreichte u.a. einen Stich der Forstschule als Erinnerungsgeschenk.

Nachfolger sind Matthias Reith aus Obereschenbach als Büroleiter und Peter Fink aus Gemünden in der Ausbildungsleitstelle.